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Die Filterblase – warum Suchergebnisse nicht immer gleich sind - KW 14/17

Kategorie: Profile, Surfen

Ist dir das auch schon mal passiert? Dein Freund oder deine Freundin sagt zu dir, dass du zum Beispiel bei Google einen bestimmten Begriff suchen und dann auf das vierte oder fünfte Suchergebnis klicken sollst - allerdings ist das bei dir ein ganz anderes als bei deinem Freund oder deiner Freundin.

 

Das ist dir noch nicht aufgefallen? Macht am besten mal zu zweit oder dritt den Test und sucht jeder mit seinem Smartphone bei Google nach den Begriffen „Smartphone“, „Notebook“ oder „Computer“. Und? Die ersten Suchergebnisse nach den Werbeanzeigen sind sehr wahrscheinlich identisch, aber danach – gibt es da Unterschiede?

 

Woran liegt das? Viele Suchmaschinen und Webseiten nutzen private Daten, wie etwa IP-Adresse, Standortinformationen, Daten aus Nutzerprofilen und viele weitere, zum Teil hunderte persönliche Dinge, um den Nutzern die möglichst passenden Informationen anzuzeigen. Die Einträge werden also gefiltert.

An sich klingt das nicht schlecht, oder? Prinzipiell ja – doch es besteht die Gefahr, dass einem Nutzer nur noch bestimmte, von einer Formel vorgegebene, Informationen angezeigt werden und so sein Leben, seine Meinung und natürlich auch sein Kaufverhalten enorm beeinflusst werden kann. Wenn eine Suchmaschine meint, dass du bei Handys auf die Geräte einer ganz bestimmten Firma stehst und dir nur diese Modelle anzeigt – was wirst du kaufen? Richtig – ein Smartphone genau dieser Firma. Eine Suchmaschine legt im schlimmsten Fall also fest, was für dich relevant ist und was nicht.

 

Solche personalisierten Inhalte findest du übrigens auch bei Facebook. Auch hier werden ganz viele persönliche Daten von dir gesammelt, zusammengefügt und so zum Beispiel entschieden, welche Postings in deinem Newsfeed angezeigt werden.

 

Der Buchautor Eli Pariser hat dafür übrigens den Begriff „Filter Bubbles“ – Filterblasen geprägt.

 

Wirklich 100prozentig schützen kannst du dich übrigens nicht  - fast überall werden private Dinge von dir gesammelt. Allerdings kannst du mit einigen Kniffen die Filter-Bubbles etwas austricksen:

-       Lösch regelmässig den Cache und den Browserverlauf in deinem Internetbrowser

-       Deaktiviere das Ad-Tracking und die Standortdienste auf deinem Smartphone

-       Surfe ab und an im Inkognito-Modus

-       Klick auch Seiten an und markiere sie mir „Gefällt mir“, die dich eigentlich gar nicht so brennend interessieren.

Damit kannst du die „Filter Bubbles“ zumindest etwas verwirren und du bekommst unter Umständen Dinge im Suchergebnis angezeigt, die dir sonst verborgen geblieben wären.

 

Weitere Informationen zu dem Thema findest du hier:

 

https://www.handysektor.de/themenmonate/detailansicht/article/gefangen-in-einer-blase-die-filter-bubble.html


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